Basdorfer Hutewald e.V.


 

Der Verein Basdorfer Hutewald e.V. wurde am 2. Februar 2005 in Basdorf gegründet. Es folgte die Eintragung im Vereinsregister am 1. August 2005.

Auch hier stammte die Idee aus der Unzufriedenheit mit der deutschen Schweinefleischqualität und aus der Rückbesinnung alter Arbeitsweisen und Erzeugnissen.

Bei dem Projekt leben die Tiere in einer Gruppe auf 7 Hektar Waldfläche. Dort ernähren sie sich hauptsächlich von frischen Eicheln, Bucheckern, Wurzeln, Knospen und Blätter.

In den Frühjahrsmonaten, solange die genannten Nahrungsquellen noch nicht in dem Ausmaß vorhanden sind, werden sie mit regional erzeugtem Getreideschrot zugefüttert.

 

Werfen Sie mit uns einen Blick in den Wald...hier geht es lang!

 

Was ist ein Hutewald?

Ein Hutewald, auch Hudewald oder Hutung genannt, ist ein als Weide genutzter Wald.
Die Nutzung eines Waldes als Waldweide (Hute/ Hude) fand überwiegend in Gebieten statt, wo es keine oder nur wenige offene Weideflächen - wie früher üblicherweise im westlichen Mitteleuropa - gab. Auch waren Rodungen oftmals zu aufwändig, um diese Flächen später nur als Weide zu nutzen. Hierdurch entstanden im Laufe der Zeit durch die Beweidung ein deutlich unterdrückter oder reduzierter Nachwuchs von Bäumen und Unterholz und dies unter Behalt einiger, schließlich sehr alter Nährbäume. Lichte bis fast offene, parkartige Wälder bis hin zu baumbestandenen Weiden entstanden, so dass sich allmählich ein fließender Übergang zur Hutweide ergab.

In trocken-wärmeren Vegetationszonen (Baum- oder Strauchsavanne (Feucht- bzw. Trockensavanne), mediterraner Buschwald), in denen sich die Bewaldung auch natürlich weniger dicht und auch hoch entwickelt, entstanden und entstehen zum Teil bis heute unter ähnlichen Bewirtschaftungsweisen den Hutewäldern ähnliche Weidewälder und Baumwiesen, wo die Bäume auch noch die Funktion von Schattenspendern übernehmen können.

In West- und Mitteleuropa nahm die Waldweide wie die anderen dort traditionellen Waldnutzungsformen mit der industriellen Revolution ab; sie wurde weitgehend von der modernen geregelten Forstwirtschaft verdrängt. Die wenigen in Mitteleuropa noch erhaltenen Hutewälder bzw. Hutewaldreste stehen heute meist unter Naturschutz.

 

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